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Mit INKAR online und Stata rasch und einfach aussagekräftige Karten erstellen

Die Lebensbedingungen der Menschen variieren räumlich sehr stark. Abhängig von der Region, in der sie wohnen, müssen sie mehr oder weniger für ihre Wohnung zahlen oder genießen unterschiedliche medizinische Versorgung. Insbesondere im Bereich der Marktforschung gibt es eine Reihe an Anbietern, die ihren Kunden Auswertungen regionaler Daten vor allem in Form von Karten kostenpflichtig zur Verfügung stellen. Solche Karten sind mittlerweile sehr beliebt, weil sie zum einen sehr anschaulich sind und zum anderen eine Präsentation oder einen Bericht professionell wirken lassen.

Sie möchten INKAR-Indikatoren und die Karten auf ihrer Basis in ihren Analysen nutzen? Wenden Sie sich hierzu an uns für eine professionelle Beratung.

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In vielen Fällen ist es nun gar nicht notwendig, Bezahlangebote in Anspruch zu nehmen, weil in Deutschland das Bundesinstitut für Raumforschung viele Informationen zur Raumentwicklung im Rahmen seines Dienstes INKAR online frei zur Verfügung stellt. Auch eine Karte lässt sich mit den frei zugänglichen Indikatoren leicht erstellen, wie dieser Beitrag anhand eines Beispiels mit Stata Software erklärt. 

Was ist INKAR: Indikatoren zur Raumentwicklung?

INKAR ist die Abkürzung für Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung. Diese Indikatoren werden vom Bundesinstitut für Raumforschung jährlich aktualisiert . Es handelt sich um eine Sammlung an sozioökonomischen Kontextindikatoren, also um aggregierte personelle und institutionelle Daten. Das Bundesinstitut für Raumforschung bereitet dabei die Informationen aus verschiedenen administrativen Quellen auf. Dazu gehören Einwohnermeldeämter, Arbeitsämter und viele andere Behörden. Das Bundesinstitut vereinheitlicht diese und integriert sie in ihre Datenbank. INKAR online ist damit frei zugänglich. Durch eine Abfragemaske kann aus mehr als 700 Indikatoren auf verschiedenen administrativen Ebenen (Gemeinde, Kreise, Raumordnungsregionen etc.) ausgewählt werden.

Je nach Indikator liegen Informationen zur Raumentwicklung über viele Jahre vor, teilweise bis weit in die neunziger Jahre zurück. Die ausgewählten Informationen lassen sich dann als .csv oder Excel-Dateien exportieren und bequem mittels Stata Software importieren. Für unser Beispiel exportieren wir die Arbeitslosenquote für das Jahr 2017 (aktuellste Daten für diesen Indikator) auf der Ebene der administrativen Kreise und kreisfreien Städte. Danach speichern wir diese für weitere Analysen in dem Stata-Datensatz inkar.

Novustat unterstützt Sie hier bei Bedarf bei allen Schritten von der Sammlung von Informationen zur Raumentwicklung bis hin zur Erstellung der Karten. Wenden Sie sich dafür an unsere statistische Beratung.

INKAR Indikatoren für eine Karte nutzen

Das INKAR Online Portal ermöglicht unter anderem, auf Basis des ausgewählten Indikators eine Karte zu erstellen. In unserem Beispiel sieht die Karte wie folgt aus:

In einem Bearbeitungsfenster können die Farbpaletten und Skalierung der Kategorien geändert werden. Weitere Formatierungsmöglichkeiten, die Informationen zur Raumentwicklung enthalten, sind hier nicht vorhanden. Benötigt man mehr Gestaltungsfreiheit, muss man auf alternative Programme wie Stata Software ausweichen. 

Um eine Karte zu erstellen, benötigt man sogenannte Geometrien. Damit sind Datenpakete gemeint, die eine Menge von zweidimensionalen Punkten enthalten. Diese Punkte beschreiben die Lage und die Form der geographischen Einheiten, in unserem Fall der Polygone (geschlossene Flächen) der administrativen Kreise. Geometrien der administrativen Verwaltungseinheiten können online beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie in Form von sogenannten Shapefiles heruntergeladen werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Zeitreihen des INKAR online harmonisiert sind. Das bedeutet, dass unabhängig vom Zeitbezug alle Informationen zur Raumentwicklung auf dem neusten Stand sind.  Es stehen also immer die aktuellsten Geometrien zur Verfügung unabhängig davon, aus welchem Jahr der Indikator stammt. Karten lassen sich in unterschiedlichen Projektionen erstellen. Für Deutschland empfiehlt sich die Gauss-Krüger Projektion, die im Downloadzentrum des Bundesamtes angeboten wird (unter dem Kürzel GZ3). Das von uns heruntergeladene shapefile für Kreise heißt VG250_KRS. Dieser besteht aus mehreren Dateien, die zusammen gespeichert bleiben sollten.

INKAR online: In drei Schritten zu einer Karte in Stata

Zuerst muss das Shapefile mit den Geometrien eingelesen werden. Stata kann shapefiles nicht direkt einbinden. Da es sich aber um das häufigste Format für geografische Daten handelt, haben wir für diese Zwecke das Ado shp2dta entwickelt:

Dieser Befehl erzeugt zwei Datensätze: datacoord enthält die Geometrien bzw. die Koordinaten der Punkte, aus denen die Karte später gezeichnet wird. Dieser Datensatz sollte unverändert bleiben. In datab werden die sogenannten Attribute hinterlegt. Das sind die Rauminformationen zu den Kreisen.  Diese dürfen gelöscht, verändern oder ergänzt werden. Wichtig dabei ist, die zugewiesene ID unverändert zu lassen und sie nicht umzusortieren! Einige Attribute wurden bereits aus dem shapefile übernommen. Dazu gehört auch die Kreiskennziffer, die hier Regionalschlüssel (RS) heißt. So benennen wir die Kreiskennziffer in unserem inkar-Datensatz. In einem weiteren Schritt wird unser INKAR Indikator als Attribut zugespielt: 

Die Schreibweise m:1 bedeutet, dass manche Kreise durch mehrere getrennte Polygone beschrieben werden. Später auf der Karte wird es nicht erkennbar sein. Für unseren letzten Schritt verwenden wir ein weiteres Ado namens spmap. Unser Indikator zur Darstellung der Arbeitslosenquote heißt aloq17::

Unser Ergebnis sieht damit wie folgt aus:

Stata bietet vielfältige Einstellungen zur Gestaltung der Grafiken. Alternativ kann der Grafeneditor zur manuellen Gestaltung genutzt werden. Zusätzlich lässt sich mit spmap die gewünschte Anzahl der Kategorien sowie die Skalierung der Werte ändern (siehe help spmap).

Mit dem nachstehenden Befehl graph export lässt sich die Karte im tif-Format oder als PDF exportieren.  Die hohe Bildqualität der gespeicherten Datei gehört zweifelsfrei zu den größten Vorteilen gegenüber einem direkten Export aus INKAR online. 

Fazit: Mit INKAR online schnell und kostenlos eine Karte erstellen

Bei INKAR online, dem Portal des Bundesinstituts für Raumforschung finden sich zahlreiche Informationen zur Raumentwicklung, die viele thematische Bereiche abdecken und meistens in Form von langen Zeitreihen vorliegen. Mit der präsentierten Vorlage braucht ein geübter Anwender dann etwa 20 Minuten für die Erstellung einer Karte mit Stata Software inklusive des Exports der INKAR-Daten und des Herunterladens der Geometrien.

Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass es sich auch bei Karten um eine statistische Auswertung handelt und diese korrekt interpretiert werden müssen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Gestaltung der Karten und der richtigen und aussagekräftigen Interpretation der erlangten Informationen zur Raumentwicklung. Kontaktieren Sie uns gerne unverbindlich über das Anfrageformular!

Weiterführende Quellen

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