Ein Entscheidungsträger, der zukünftige Entwicklungen und Tendenzen kennt und abschätzen kann, ist klar im Vorteil. Doch woher weiss man, welche Trends in einigen Jahren zu erwarten sind? Oder wie viel Zeit ein Projekt benötigt, welche Kosten für ein Projekt zu erwarten sind? Antworten darauf kann man mithilfe der Delphi-Methode ermitteln. Im Rahmen einer Delphi Befragung befragt man eine Gruppe von Experten in mehreren Runden strukturiert. Dadurch erhält man nach mehreren Befragungsrunden ein fundiertes Bild aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Delphi-Methode einfach erklärt vor. Wir bringen Ihnen die Vorteile der Delphi-Technik für Ihr Projekt Schritt für Schritt näher. Am Schluss finden Sie ausserdem ein Delphi-Methode Praxisbeispiel aus der Personalplanung.
Gerne beraten wir Sie, wie sie die Delphi-Methode für Ihre Projektarbeit nutzen können. Indem viele Experten ein breit gefächertes Meinungsspektrum liefern, kann man firmeninterne Prozesse wesentlich effizienter gestalten. Zukünftige Entwicklungen kann man daher wesentlich zuverlässiger vorhersagen als durch Einzelmeinungen. Wir stehen Ihnen mit individuellen Lösungen gerne kompetent zur Seite. Unsere Experten beraten Sie gerne. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
In der Antike war Delphi ein Ort, an dem die Götter den Hilfesuchenden in Form eines Orakelspruchs etwas über die Zukunft verrieten. Heute kann man dahingegen die Delphi-Methode verwenden, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Somit kann man einen Eindruck von kommenden Trends gewinnen.
Die Delphi-Methode ist eine strukturierte mehrstufige Befragung mit dem Ziel der Konsensbildung. Dabei gibt eine Gruppe von Fachleuten Antworten und Einschätzungen zu einem Thesen- oder Fragenkatalog. Diese Ergebnisse werden dann zusammengefasst. In einer weiteren Runde beantworten die Experten wiederum die Fragebögen zusammen mit den Resultaten der ersten Runde. Dieser Prozess wird solange wiederholt, bis ein Konsens gefunden ist.
Der Ablauf der Delphi-Methode ist denkbar einfach und effizient: Experten werden nach einem vorab definierten Schema solange befragt, bis vorab festgelegte Kriterien erreicht sind. Im Detail:

Forschungsinstitute wie z.B. das Fraunhofer-Institut ermitteln mit der Delphi-Technik Entwicklungen und Trends in Wissenschaft und Forschung. Aber auch staatliche Stellen geben Delphi Studien in Auftrag, um vorab zu untersuchen, ob eine Konsensbildung überhaupt möglich ist.
Im Projektmanagement wird die Delphi-Technik für Schätzaufgaben angewendet. Wenn man beispielsweise ein neues Produkt entwickeln möchte, so können mit der Delphi-Methode Fachleute unterschiedlicher Disziplinen Trends beurteilen. Aber auch für Schätzungen von z. B. Aufwendungen oder Investitionen kann man so Kompetenzen von unterschiedlichen Experten nutzen.
In der Medizin wird die Delphi-Methode zur Erstellung von Leitlinien verwendet. Der Vorteil bei der Verwendung der Delphi Technik besteht dabei darin, dass eine sehr grosse Anzahl an behandelnden Ärzten einbezogen werden kann. So kann man eine grosse Vielfalt an Behandlungsstrategien berücksichtigen.
Die Delphi-Methode kann gewinnbringend in Unternehmen eingesetzt werden. Novustat unterstützt Unternehmen beispielsweise in der Personalplanung mit der Delphi-Technik. Gerade in der Personalplanung muss man zukünftige Entwicklungen möglichst genau beurteilen. Sowohl eine Überschätzung als auch eine Unterschätzung des Personalbedarfs wirken sich negativ auf das Unternehmen aus. Die bereits etablierten Verfahren der Personalplanung können durch eine strukturierte Abfrage in Form einer Delphi-Befragung ergänzt werden.
Als Experten und somit Teilnehmer der Befragung werden alle Projektverantwortlichen angesehen. Insbesondere ist es wünschenswert, nicht nur Führungskräfte von Abteilungen zu befragen, sondern auch diejenigen mit in die Verantwortung zu nehmen, die Projekte leiten. Die Anzahl der Befragten ist hoch. Die Motivation zur aktiven Unterstützung ist ebenfalls hoch, zumal öfter Kritik an der Personalplanung „von oben herab“ geäussert wurde. Um die Bearbeitung zu erleichtern und rasche Rückmeldungen zu erhalten werden die Fragebögen elektronisch verteilt, ausgefüllt und ausgewertet.
Der Fragebogen gliedert sich in drei Bereiche: zukünftige Projekte, Personalbedarf und Entwicklungsmöglichkeiten. Es werden jeweils die Zeitfenster kurzfristig (1 Monat bis 1 Jahr), mittelfristig (1-2 Jahre) langfristig (2-5 Jahre) abgefragt.
In der zweiten Befragungsrunde werden die Ergebnisse der ersten Befragung als Histogramme über den Antwortmöglichkeiten angezeigt.
| mehr als 10% Abnahme | 3% bis 10% Abnahme | Gleichbleibend: zwischen 3% Abnahme bis 3% Zunahme | 3% bis 10% Zuwachs | mehr als 10% Zuwachs | keine Angabe möglich | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnisse Runde 1: | 15% | 40% | 40% | 5% | ||
| Regional | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
Die Delphi-Methode ist ein Instrument, um Meinungen und Prognosen unterschiedlichster Experten zu sammeln und zusammenzuführen. Durch den Rückkopplungsmechanismus in den einzelnen Befragungsrunden ist eine Konsensfindung möglich. Die Delphi-Technik bringt insbesondere im Projektmanagement von Unternehmen den Vorteil, dass Experten unterschiedlicher Positionen strukturiert ihre Sichtweise zu definierten Fragestellungen abgeben können. Trends können besser vorhergesagt, Schätzungen zuverlässiger vorgenommen werden. Wir beraten Sie gerne, wie Sie diese Befragungstechnik in Ihrem Unternehmen gewinnbringend und effizient einsetzen können. Klar konstruierte Fragebögen, die geeignete Auswahl an Experten und eine punktgenaue Auswertung sind der Schlüssel dafür. Unsere Experten freuen sich, Ihre Fragestellung kennenzulernen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
NOVUSTAT unterstützt Sie bei Panelwahl, Befragungsrunden und Ergebnisverdichtung, damit Expertenurteile transparent zusammengeführt und Konsens wie Dissens klar ausgewiesen werden.

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