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Tabellen und Abbildungen nach APA Richtlinien: Mit Anwendungsbeispiel in R

Eine verständliche und übersichtliche Präsentation von statistischen Ergebnissen gehört genauso zu einer qualitativ hochwertigen Analyse wie das Aufstellen eines guten Studiendesigns und das Durchführen der nötigen Analyseschritte. Viele Verlage, die wissenschaftliche Studien publizieren, haben deswegen detaillierte Vorgaben und Vorlagen. Ursprünglich als Standard für die Gestaltung von psychologischen Arbeiten entwickelt, haben mittlerweile die APA Richtlinien weit über diese Disziplin hinaus an Bedeutung gewonnen.

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In diesem Beitrag gehen wir darauf am Beispiel der Gestaltung von Tabellen und Abbildungen ein. Vorformatierte APA Standard konforme Exporte von statistischen Programmen helfen dabei, die Nachbereitungszeit zu verringern. Wir geben am Beispiel einer linearen Regression einige Tipps, wie wir solche Exporte im Statistikpaket R erzeugen können.

Was ist APA Standard?

Bei den APA Richtlinien handelt es sich um die Vorgaben der American Psychological Assoziation für die Gestaltung von wissenschaftlichen Publikationen. Diese sind ausführlich in einem „Publication Manual“ zusammengefasst, aktuell in der siebten Auflage. Die Vorgaben betreffen unterschiedliche Aspekte des wissenschaftlichen Publizierens, von dem Aufbau eines Manuskripts bis zu der Zitationsweise.

Kapitel 7 in diesem Manual behandelt dabei explizit die korrekte Präsentation von Analyseergebnissen.

APA Tabellen und APA Abbildungen

Text ist die primäre Darstellungsweise von wissenschaftlichen Ergebnissen. Abbildungen und Tabellen haben einen ergänzenden Charakter und müssen integral zum Text sein. Das bedeutet, dass die wesentlichen Inhalte der Visualisierung im Text beschrieben werden und tragen zum besseren Verständnis des Textes bei. Die passende Anzahl an Grafiken lässt sich wohl am besten so beschreiben: Mit einem Minimum an Visualisierungen maximale Aussagekraft erzeugen.

Bei jeder statistischen Methode gibt es eine Reihe an Elementen, die im Zuge der grafischen Darstellung zu nennen sind. Bei einer linearen Regression präsentiert man zum Beispiel in einer APA Tabelle die Koeffizienten (Effektstärke und Effektrichtung), ihre Signifikanzen und Kennzahlen (p-Werte und/oder Konfidenzintervalle) zur Beurteilung des Gesamtmodells (F-Test und/oder R-Quadrat). Zum Zwecke der Modellevaluation kann z.B. ein Residuenplot als APA Abbildung benutzt werden.

APA Tabellen und APA Abbildungen werden durchnummeriert und es wird nur auf diese Nummer Bezug im Text genommen. Ein kurzer Titel erklärt, was dargestellt wird. Eine Notiz am Ende beinhaltet alle notwendigen Ergänzungen zum Verstehen der Werte und der Zeichen, erklärt die Abkürzungen und nennt die Datenquelle. Die Beschreibung muss so ausführlich sein, dass die Tabelle oder die Abbildung für sich stehen kann.

Formatieren von Tabellen nach APA Richtlinien

  • Tabellen organisiert man immer in Spalten. Alle Überschritten beziehen sich nur auf Informationen unter ihnen. Alle Werte in einer Spalte müssen gleiche Bedeutung haben. Spaltenüberschriften sollten möglichst kurz sein.
  • Bevorzugt nur horizontale Linien benutzen, dabei so wenige wie nötig; und Schattierungen und unterschiedliche Textfarben vermeiden.
  • Jegliche Doppelungen sind zu vermeiden. Zwei Kennzahlen mit einer ähnlichen Interpretation sind überflüssig. Auch sollten dieselben Informationen nicht in mehr als einer Tabelle stehen.
  • Tabellen werden nicht als Bild in den Text eingefügt.

APA Tabellen in R

In R kann für den Export von APA Tabellen zum Beispiel das Paket apaTables genutzt werden. Dieses bietet Vorlagen für unterschiedliche Analysen: Ein Beispiel für zwei aufeinander aufbauenden linearen Regressionen –– zum Beispiel einmal ohne und einmal mit Interaktionseffekten – würde folgendermaßen aussehen:

data <- read_excel("test.xls")

apa.reg.table(lm(debt ~ size + invest + listed, data = data),lm(debt ~ size + invest + listed + size_invest + size_listed, data = data), filename = "apa_linear.doc",table.number = 1)

Der Ergebnisoutput sieht dann beispielsweise in etwa wie folgt aus:

Wir haben hier – bewusst – von der Beschriftung der Variablen abgesehen, das gälte es freilich noch anzupassen. Dieses Packet folgt sehr streng den APA Richtlinien. Andere Pakete wie zum Beispiel stargazer erlauben mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Tabellen, die trotzdem den wichtigsten APA Regeln entsprechen. Auch Jamovi produziert APA Standard konforme Tabellen.

Unsere Berater helfen Ihnen nicht nur bei Ihren statistischen Analysen, sondern auch bei der richtigen Ergebnispräsentation und der Gestaltung Ihres Manuskripts.

Formatieren von Abbildungen nach APA Richtlinien

  • Ein Element der Abbildung darf nicht die komplette Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Farben sind zu vermeiden, es sei denn, die Farbe hat eine klare inhaltliche Bedeutung.
  • Insgesamt eine minimale Anzahl an Elementen; keine unnötigen Linien, Rahmen oder Abstände (zum Beispiel zu den Achsen).
  • Jedes Element (Linien, Text etc.) muss ohne Problem erkennbar und lesbar sein. Seriöse Schrift zwischen 8 und 14 pt nutzen.
  • 3D Darstellungen sind zu vermeiden.
  • Keine verzierenden Elemente wie Schatten, Bildfüllung, etc.

APA Abbildungen in R

Die meisten Abbildungen, die man in R machen kann, können relativ unbedacht als APA konforme Abbildungen genutzt werden. Da ist ein großer Vorteil des Programms im Vergleich zu Stata und SPSS.

Wer auf eine Nummer sicher gehen möchte, kann auf Pakete zugreifen, die eine APA Ausgabe explizit beinhalten, so wie ggplot mit der entsprechenden Erweiterung. Ein Residuenplot für die gezeigte Regression würde hier folgendermaßen aussehen:

residualplot <- ggplot(lm(debt ~ size + invest + listed, data = data)) + 
geom_point(aes(x=.fitted, y=.resid))

residualplot + theme_apa() + geom_hline(yintercept = 0) + ylab("Residuals") + xlab("Predicted")

Der Ergebnisoutput sieht dann wiederum beispielsweise wie folgt aus:

Fazit

Dieser Beitrag gab den Überblick über die wichtigsten Regeln zur Darstellung von Tabellen und Abbildung im APA Standard. Unabhängig davon, welcher Stil gewünscht oder verlangt wird, bei einer wissenschaftlichen Arbeit sollten auf jeden Fall unbedingt genügend Zeitressourcen eingeplant werden, um das Manuskript in eine entsprechende Form zu bringen.

Und man erstaprt sich viel Zeit und Mühe, wenn man die Exporte der statistischen Programme bestmöglich an der gewünschten Form gestaltet. Wie das gehen kann, haben wir an einem Beispiel in R gezeigt.

Unser erfahrenes Team unterstützt Sie auch bei der Wahl für das passende Statistikprogramm: ob R, SPSS, Stata oder ein anderes Tool. Nutzen Sie für eine unverbindliche Anfrage gleich am besten unser Kontaktformular.

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