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Gütekriterien Fragebogen: 6 ultimative Kriterien für die Mitarbeiterbefragung

Die Mitarbeiterbefragung ist ein häufig verwendetes Instrument der Führungsebene, um die Stimmung und Meinung der Mitarbeiter strukturiert zu erfassen. Auch für die Mitarbeiter kann dies eine gute Möglichkeit sein, sachlich und anonym die eigenen Erfahrungen weiterzutragen. Schließlich garantiert die Arbeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter den Unternehmenserfolg. Allerdings kann bei der Mitarbeiterbefragung schon in der Entwicklung eines Fragebogens einiges schief gehen. Dann scheitert die Auswertung Mitarbeiterbefragung bereits am Fragebogen. Dies gilt insbesondere, wenn die Gütekriterien Fragebogen wie etwa Objektivität, Validität, Reliabilität oder die Rücklaufquote nicht beachtet werden. Stellen sie sich folgendes Szenario vor:

Kurz vor dem Wochenende finden sie die Aufforderung des Chefs zur Mitarbeiterbefragung: Umfang 50 Seiten, kleingedruckt, Abgabe morgen, mit Verweis auf die Folgen einer Arbeitsverweigerung – diese Mitarbeiterbefragung muss doch scheitern!

Wir stellen ihnen 6 ultimative Gütekriterien Fragebogen vor. Diese sollten sie unbedingt beachten, wenn Sie ihre Mitarbeiterbefragung zum führen möchten: Objektivität, Validität, Reliabilität, Rücklaufquote, Datenqualität und Software für eine hochwertige Auswertung.

Wenn sie Fragen zu ihrer Auswertung Mitarbeiterbefragung haben, können sie sich jederzeit vertrauensvoll an unsere Experten wenden. Unser Service reicht von einer Beratung über die komplette und professionelle Durchführung einer Mitarbeiterbefragung unter Berücksichtigung aller Gütekriterien Fragebogen.

Dieser Artikel beantwortet folgende Fragen zu Gütekriterien Fragebogen:

  • Gütekriterien Fragebogen: Welche Kriterien gibt es?
  • Was versteht man unter einer Rücklaufquote (Mitarbeiterbefragung)? Wie kann man die Rücklaufquote steigern?
  • Warum sind die Faktoren Objektivität, Validität, Reliabilität für eine Befragung wichtige Qualitätsmerkmale?
  • Wie kann man die Datenqualität steigern?
  • Welche Software eignet sich für eine qualitativ hochwertige Auswertung (Mitarbeiterbefragung)?

Rücklaufquote Mitarbeiterbefragung: Besitzen Sie die Unterstützung ihrer Mitarbeiter?

Die Rücklaufquote (Mitarbeiterbefragung, engl. Response rate) gibt an, wie viele ausgefüllte Fragebögen in der vorgegeben Zeit abgegeben werden, bezogen auf die Gesamtzahl aller involvierten Mitarbeiter. Dabei fallen die Defintionen unterschiedlich aus, je nachdem, ob man alle oder nur vollständige Fragebögen zählt. Generell sollte man eine Rücklaufquote von 100% anstreben, wenngleich man dieses Ziel nicht oft erreichen wird. In der Regel sollte die Rücklaufquote aber mindestens 70% erreichen.

Die Rücklaufquote (Mitarbeiterbefragung) ist aus zweierlei Gesichtspunkten ein wichtiger Aspekt der Gütekriterien: Fragebogen die eine eine hohe Rücklaufquote haben, können die Repräsentativität der Daten gewährleisten. Nur so kann man ein vollständiges Abbild der Meinungen der Befragten dokumentieren. Geringe Rücklaufquoten sind deshalb immer auf systematische Ursachen zu überprüfen. Besonders bei Mitarbeiterbefragungen zeigt sich in der Rücklaufquote zudem auch die Motivation und Unterstützung der Mitarbeiter.

Für eine hohe Rücklaufquote (Mitarbeiterbefragung) sind Punkte wie ein einfach auszufüllender, verständlicher Fragebogen hilfreich, das Vertrauen der Mitarbeiter in eine anonyme und wertschätzende Meinungsäußerung innerhalb des Unternehmens sowie die Wahl des richtigen Zeitpunktes. Idealerweise schafft der Arbeitgeber daher Freiraum für das Ausfüllen des Fragebogens. Außerdem sollte der gesamte Erhebungszeitraum für die Motivation der Mitarbeiter genutzt werden. Dann kann die Rücklaufquote deutlich gesteigert werden.

Validität: Misst ihr Fragebogen die Komponenten, die sie interessieren?

Ein weiterer Aspekt der Gütekriterien Fragebogen ist die Validität der Mitarbeiterbefragung. Die Validität eines Fragebogens misst, wie gut der Fragebogen alle Aspekte eines Items abbildet. Ein Item in der Mitarbeiterbefragung kann beispielsweise „Zufriedenheit“ sein. Die Validität sagt also aus, wie gut alle Facetten der Zufriedenheit im Fragebogen erfasst sind. Als Maß dafür wird die Konstruktvalidität angegeben. Dabei wird untersucht, ob inhaltlich ähnliche Fragen auch eine hohe Korrelation aufweisen und umgekehrt (Konvergenz bzw. Divergenzvalidität). Die Konstruktvalidität eines Fragebogens lässt sich z.B. mit Multitrait-Multimethod-Matrizen überprüfen.

Reliabilität: Ist die Mitarbeiterbefragung zuverlässig?

Als dritten Gesichtspunkt der Gütekriterien Fragebogen zählt die Reliabilität der Mitarbeiterbefragung. Die Reliabilität zeigt die Zuverlässigkeit die Befragung an. Bei identischen Bedingungen sollten bei der gleichen Person die gleichen Ergebnisse erzielt werden. Am besten kann man diesen Aspekt beurteilen, wenn Fragebögen mehrmals von den gleichen Mitarbeitern ausgefüllt werden. Eine Alternative dazu stellt die Berechnung der inneren Konsistenz als Maß für die Reliabilität dar. Die interne Konsistenz misst, ob die Fragen das gleiche Merkmal messen. Als Maß für die interne Konsistenz dient Cronbachs alpha. Je stärker die Items korrelieren, um so näher ist Cronbachs alpha am Wert 1. Werte ab 0,7 gelten allgemein als akzeptabel. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Cronbachs alpha stark von der Anzahl der Fragen abhängig ist. Je mehr Fragen in die Berechnung eingehen, umso höher ist Cronbachs alpha. Aus diesem Grund werden vermehrt robustere Maßzahlen eingesetzt, um die Reliabilität zu überprüfen.

Objektivität: Ist ihre Befragung manipulierbar?

Einen wesentlichen Punkt der Gütekriterien Fragebogen stellt die Objektivität der Mitarbeiterbefragung dar. Unter der Objektivität eines Fragebogens versteht man den Grad der Abhängigkeit des Untersuchungsresultates von äußeren Einflüssen, wie z.B. Interviewer, Situation oder Analyst. Dementsprechend unterscheidet man Erfassungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität.

Erfassungsobjektivität beschreibt die Beständigkeit der Untersuchungsbedingungen. Unter der Auswertungsobjektivität werden alle Einflüsse erfasst, die mit der Dateneingabe zusammenhängen: Das Ausfüllen des Fragebogens digital oder analog, aber auch die Eingabe der Fragen in das Auswertungsprogramm. Besonderes Augenmerk erfordern dabei offene Fragen oder fehlende Angaben. Eine Quantifizierung kann mittels doppelter Dateneingabe erfolgen. Um die Interpretationsobjektivität zu gewährleisten sollten Leitlinien insbesondere für die Auswertung offener Fragen vorgegeben werden. Eine Auswertung außerhalb des Unternehmens erhöht die Objektivität. Auch die Beteiligung weniger Fachleute an der Interpretation sichert eine hohe Interpretationsobjektivität zu.

Datenqualität – Umgang mit fehlenden Daten: Können die Ergebnisse verallgemeinert werden?

Neben der Objektivität, Validität, Reliabilität und der Rücklaufquote , ist die Datenqualität ein wichtiger Teil der Gütekriterien Fragebogen. Ein allgegenwärtiges Problem von empirischen Erhebungen ist die Unvollständigkeit von Fragebögen. Antworten können zum Beispiel fehlen, wenn der Befragte keine Meinung zu einer Antwort hat. Genauso kann es aber auch vorkommen, dass eine Antwort schlicht übersehen wird. Dies ist auch nicht weiter schlimm, solange die fehlenden Werte zufällig sind. Problematisch sind allerdings systematische Auslassungen, wie sie manchmal bei heiklen Fragen zu finden sind.

Ein solches Ausweichen kann nur durch eine sensible Fragestellung vermieden werden. Sind die Daten bereits erhoben, kann allerdings keine Korrektur mehr stattfinden. Meist müssen die Fragen komplett von der Analyse ausgeschlossen werden, da es sonst zu einer Verzerrung der Ergebnisse kommt. Ein wirksames Mittel um systematische von zufälligen fehlenden Werten abzugrenzen ist die Einführung einer zusätzlichen Antwortmöglichkeit, z.B. „kann ich nicht beurteilen“.

Weitere Aspekte zur Likert Skala sind in einem extra Blogartikel zusammengestellt.

In gängiger Statistiksoftware sind Möglichkeiten implementiert, um zufällig fehlende Werte zu berücksichtigen. Bereits in der Dateneingabe können dann Werte definiert werden, die fehlende Daten kennzeichnen. Bei der Auswertung der Daten können fehlende Werte dann ausgeschlossen werden. Eine andere Möglichkeit besteht außerdem darin, fehlende Werte mit geeigneten Werten zu ersetzen, z.B. Gruppenmittelwerte oder Mediane.

Software für die Datenanalyse – Excel, SPSS oder Alternativen

Die Qualität einer Mitarbeiterbefragung wird nicht nur durch Faktoren wie Objektivität, Validität, Reliabilität oder der Datenqualität, sondern auch durch die Auswertung mitbestimmt. Wichtige Aspekte für die Auswertung Mitarbeiterbefragung haben wir für Sie zusammengestellt.

So ist ein weiterer Punkt der Gütekriterien Fragebogen in der Auswahl der Software für die Durchführung der Mitarbeiterbefragung zu finden. Bereits zum Zeitpunkt der Datenerhebung ist es sinnvoll, sich Gedanken um die Software zumachen, mit der die Befragung ausgewertet werden soll. Viele kommerzielle Produkte im Bereich der Mitarbeiterbefragung am Bildschirm bieten bereits eingebaute Auswertetools ein. Vor Durchführung der Befragung ist es deshalb sinnvoll zu überprüfen, ob alle Fragen hinreichend beantwortet werden können. Aber auch die Exportmöglichkeiten für Präsentationsprogramme müssen gegeben sein.

Analyse mit Excel: Bekannter Allrounder mit begrenzten Möglichkeiten

Alternativ kann die Datenerfassung und Auswertung mit einer Tabellenkalkulation durchgeführt werden. Zu den Vorteilen gehört z.B. die große Verbreitung und die Kompatibilität bei Datenaustausch. Weiterhin  ist ein großer Vorteil sicherlich die bekannte und oft intuitive Handhabung der Programme. Im regulären Funktionsumfang von Excel können in der Regel alle Auswertungen im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise Korrelationsanalyse, Berechnung der Maßzahlen und die Erstellung von Diagrammen. Der Nachteil der Tabellenkalkulation ist darin zu sehen, dass in der Datenerfassung so gut wie keine Festsetzungen möglich sind, um eine hohe Datenqualität zu erhalten. Es können zwar Variablennamen vergeben werden, in der Datenerfassung können allerdings alle Typen von Daten eingegeben werden. Es gibt daher nur unzureichende Warnungen bei fehlerhafter Datenerfassung.

SPSS: Das Spezial-Tool für statistische Analysen

Eine Alternative zu Excel stellt z.B. das Programmpaket SPSS der Firma IBM dar: Es bietet vollen vollumfänglich statistische Methoden, hat einen großen Pool graphischer Möglichkeiten sowie Exportmöglichkeit in gängige Formate. In der Datenerfassung können zudem Variablennamen vergeben werden, Skalen und Labels definiert werden. Dadurch wird die Datenerfassung wesentlich vereinfacht. Nur zugelassene Werte werden gespeichert. Außerdem können auch fehlende Werte berücksichtigt werden.

Gegenüberstellung Tabellenkalkulation Excel vs. Statistik Software SPSS

Für die Wahl der geeigneten Software ist es unabdingbar, sich vor Durchführung der Befragung genau zu überlegen, welche Features benötigt werden. Als Hilfe für diesen Aspekt der Gütekriterien Fragebogen zeigen wir deshalb in der folgenden Tabelle eine Gegenüberstellung von Excel und SPSS:

ExcelSPSS
Preis für Jahreslizenz EinzelnutzerEtwa 50-100 EUR, ältere Versionen kostengünstigerEtwa 1200 EUR für Basislizenz, kostenpflichtig erweiterbar
DateneingabeFestlegung von Variablennamen
Definition von labelsX
Definition von fehlenden WertenX
Auswertung MitarbeiterbefragungKennwerte für mittlere Lage
Streuungsmaße
Häufigkeitsauszählung
DiagrammeBalkendiagramme
Säulendiagramme
Kreisdiagramme
Gruppierte Darstellungen
ExportIn andere Office Produkte meist mittels drag&drop, alle gängigen FormateWord, pdf, Grafikformate
BesonderheitenVerleitet insbesondere bei der graphischen Darstellung zu SchnickschnackSPSS berechnet standardmäßig sehr viel output, manchmal ist es mühsam, das Relevante vom Irrelevanten zu trennen.
Einarbeitungszeit gering, da allgemein bekanntes ProgrammVerfügt über eine menügesteuerte Oberfläche, keine Programmierkenntnisse notwendig.

Gütekriterien Fragebogen: Auswertung Mitarbeiterbefragung  sicherstellen durch Objektivität, Reliabilität, Validität und Rücklaufquote

In diesem Artikel haben wir ihnen die Gütekriterien Fragebogen vorgestellt: Objektivität, Reliabilität, Validität und Rücklaufquote (Mitarbeiterbefragung). Software, die geeignet ist, um die durchzuführen, haben wir dabei exemplarisch benannt. Außerdem haben wir die Vor- und Nachteile der Programme genannt.

Die Mitarbeiterbefragung stellt ein wirksames und mächtiges Tool für den Austausch innerhalb eines Unternehmens dar. Sie ist allerdings nur dann erfolgversprechend und aussichtsreich, falls die Befragung nachvollziehbar, fachkundig und in jeglicher Hinsicht fehlerfrei ausgeführt wird. Jede Nachlässigkeit zieht außerdem unmittelbar den Verlust des Vertrauens der Mitarbeiter nach sich. Wenn sie Mitarbeiterbefragung gewinnbringend nutzen wollen, dann richtig!

Gerne unterstützen wir sie mit unserem Team an Fachleuten bei dieser Aufgabe. Kontaktieren Sie uns!

Weiterführende Quellen

Auswertung von Mitarbeiterbefragung

Vorteile professioneller unabhängiger Auswertung