Das CIP-Studienprotokoll (Clinical Investigation Plan) bildet das wissenschaftliche, methodische und organisatorische Fundament jeder klinischen Prüfung. Es definiert essenzielle Parameter wie die Zielsetzung, das Studiendesign, primäre und sekundäre Endpunkte, Ein- und Ausschlusskriterien sowie das Datenmanagement. Besonders bei der Zulassung von Medizinprodukten, in der Pharmaforschung und bei akademischen Studien (IITs) entscheidet die Qualität des Studienprotokolls darüber, ob die regulatorischen Behörden zustimmen und die Studie am Ende belastbare, valide und verwertbare Ergebnisse liefert.

Professionelle Statistik-Expertise für Ihr Studienprotokoll

Ein fehlerhaftes Studiendesign oder eine mangelhafte Fallzahlplanung im Protokoll lassen sich im Nachhinein kaum korrigieren. Novustat unterstützt Unternehmen, Forschungsteams, Mediziner, Pharma-Hersteller sowie Promovierende bei der methodischen Konzeption, Prüfung und statistischen Ausarbeitung von Studienprotokollen.

Im Fokus unserer statistischen Beratung für klinische Studien stehen keine standardisierten Textbausteine, sondern maßgeschneiderte Lösungen:

  • Erstellung des Prüfplans: Entwicklung eines robusten, maßgeschneiderten Studiendesigns.
  • Präzise Hypothesen & Endpunkte: Definition nachvollziehbarer Hypothesen und valider, messbarer Endpunkte.
  • Fundierte Fallzahlplanung (Power-Analyse): Mathematisch begründete Stichprobenberechnung zur Vermeidung von Unter- oder Überpowerung.
  • Statistischer Analyseplan (SAP): Festlegung eines klaren, vorab spezifizierten statistischen Ansatzes.

Brauchen Sie Hilfe?

Brauchen Sie Hilfe?

Gerne können Sie bei uns auch eine unverbindliche Beratung sowie einen kostenlosen Kostenvoranschlag erhalten. Wir beraten Sie gerne!


Jetzt unverbindlich anfragen

Konformität mit MDR, ISO 14155 und ICH-Richtlinien

Unsere Arbeit orientiert sich strikt an den aktuellen regulatorischen Anforderungen und internationalen Qualitätsstandards. Je nach Ausrichtung Ihres Projekts berücksichtigen wir:

  • Good Clinical Practice (GCP) & ICH-Leitlinien: Insbesondere ICH E6, ICH E9 und ICH E9(R1) für statistische Prinzipien.
  • MDR (Medical Device Regulation): Erfüllung der Anforderungen nach MDR Annex XV für die klinische Prüfung von Medizinprodukten.
  • ISO 14155:2020: Umsetzung der guten klinischen Praxis für das Design, die Durchführung und die Berichterstattung bei Medizinprodukten, wie auch von der MDCG (Medical Device Coordination Group) gefordert.

Egal ob Unternehmen, akademische Institution oder Mediziner im Rahmen eines Forschungsprojekts: Wir verbinden fundierte statistische Beratung, präzises Studiendesign und wissenschaftliche Ausarbeitung, um Ihr Manuskript oder Protokoll auf Erfolgskurs zu bringen.

Was ist ein CIP-Studienprotokoll? (Definition)

Ein CIP-Studienprotokoll ist der zentrale Planungsrahmen für eine klinische Prüfung, insbesondere im Bereich der Medizinprodukte. Die Abkürzung CIP steht für Clinical Investigation Plan. Im deutschen Sprachgebrauch wird das Dokument häufig auch als klinischer Prüfplan oder schlicht als Studienprotokoll bezeichnet.

Während ein einfaches Studienkonzept meist nur die Grundidee einer wissenschaftlichen Untersuchung skizziert, muss ein CIP-Prüfplan regulatorisch und methodisch absolut präzise sein. Er liefert Antworten auf die zentralen Fragen einer Studie:

  • Warum wird die klinische Prüfung durchgeführt? (Wissenschaftliche Rationale)
  • Welche konkrete Forschungsfrage soll beantwortet werden? (Hypothesen)
  • Wer darf an der Studie teilnehmen? (Ein- und Ausschlusskriterien)
  • Wie werden die Zielgrößen gemessen und statistisch ausgewertet? (Endpunkte und statistischer Analyseplan)

Für komplexe medizinische und pharmazeutische Forschungsprojekte reicht ein oberflächliches Dokument selten aus. Ein tragfähiges CIP verlangt nach einer stringenten statistischen, methodischen und regulatorischen Logik.

Besonders kritisch für die Genehmigung durch Ethikkommissionen und Behörden (wie dem BfArM) sind die folgenden Abschnitte:

  • Primäre und sekundäre Endpunkte: Was sind die Hauptzielgrößen?
  • Klinische Hypothesen: Welche statistisch prüfbaren Annahmen werden aufgestellt?
  • Fallzahlplanung (Power-Analyse): Wie viele Patienten/Probanden sind mathematisch notwendig, um einen Effekt nachzuweisen?
  • Bias-Kontrolle: Wie werden Verzerrungen (z. B. durch Randomisierung oder Verblindung) minimiert?
  • Umgang mit fehlenden Werten (Missing Data): Wie wird mit Studienabbrechern verfahren?
  • Sicherheitsdaten & Auswertungsstrategie: Wie erfolgt das Risikomanagement?

Ein professionelles Studienprotokoll muss so formuliert sein, dass alle beteiligten Instanzen – vom Sponsor und den Prüfärzten über die Ethikkommission bis hin zum Datenmanagement und der Biometrie – dieselbe methodische Sprache sprechen.

Genau an dieser Schnittstelle unterstützt Sie Novustat: Wir übersetzen Ihre medizinische Forschungsfrage in ein methodisch belastbares Studiendesign und erarbeiten für Sie die statistischen Kernbestandteile Ihres CIP-Studienprotokolls – absolut konform mit den aktuellen regulatorischen Anforderungen.

Wann benötigen Sie Unterstützung beim Studienprotokoll?

Viele Projekte starten mit einer exzellenten medizinischen oder wissenschaftlichen Idee, lassen jedoch eine klare methodische Struktur vermissen. Genau hier entstehen im späteren Verlauf kritische Probleme: Die Fallzahl passt nicht zur Fragestellung, der primäre Endpunkt bleibt unklar, die Hypothesen lassen sich nicht sauber statistisch testen oder die geplante Auswertung geht an der eigentlichen Forschungsfrage vorbei.

Eine professionelle statistische Unterstützung beim Studienprotokoll lohnt sich besonders, wenn Sie:

  • Klinische Prüfungen für Medizinprodukte planen und die regulatorischen Anforderungen (MDR, ISO 14155) erfüllen müssen.
  • Medizinische, pharmazeutische oder gesundheitswissenschaftliche Studien von Grund auf methodisch sauber aufsetzen wollen.
  • Eine valide Fallzahlplanung (Power-Analyse) für die Ethikkommission, einen Drittmittelantrag oder Ihre Dissertation benötigen.
  • Primäre und sekundäre Endpunkte so definieren möchten, dass sie messbar und statistisch auswertbar sind.
  • Ein bereits vorhandenes Studienprotokoll einem statistischen Review (Prüfung) unterziehen wollen, bevor es eingereicht wird.
  • Einen Statistischen Analyseplan (SAP) vorbereiten und diesen nahtlos mit dem CIP abstimmen müssen.
  • Das Datenmanagement, eine valide Missing-Data-Strategie und die Auswertungslogik frühzeitig klären wollen.
  • Eine akademische Studie (IIT), eine medizinische Promotion oder eine Abschlussarbeit mit klinischem Bezug planen.

Gerade bei klinischen Studien gilt: Nachträgliche Korrekturen nach dem Studienstart sind extrem teuer, zeitaufwendig oder methodisch schlicht unmöglich. Wenn das Protokoll einmal die falschen Zielgrößen festlegt oder die Fallzahl nicht zur gewünschten Teststärke (Power) passt, lässt sich dieser fundamentale Fehler nach der Datenerhebung nicht mehr korrigieren. Eine frühzeitige Kooperation mit den Statistik-Experten von Novustat sichert Ihre Studie methodisch und regulatorisch ab.

Novustat-Leistungen rund um CIP und Studienprotokoll

Wir unterstützen Sie nicht mit generischen Vorlagen, sondern mit maßgeschneiderter statistischer und methodischer Beratung für Ihr konkretes Forschungsprojekt. Dabei können wir einzelne Bestandteile Ihres Prüfplans prüfen, ein vorhandenes Protokoll optimieren oder die statistisch-methodischen Abschnitte Ihres CIP vollständig für Sie ausarbeiten.

Unsere Leistungen im Bereich der Studienplanung umfassen folgende Kernbereiche:

BereichUnterstützung durch Novustat
StudienkonzeptionStrukturierung der klinischen Forschungsfrage, präzise Zielsetzung, Formulierung der Hypothesen und Wahl des optimalen Studiendesigns.
EndpunkteMethodisch saubere Definition und Abgrenzung primärer, sekundärer und explorativer Endpunkte.
FallzahlplanungMathematische Stichprobenberechnung inklusive fundierter Effektannahmen, Drop-out-Justierung und regulatorisch anerkannter Begründung der Stichprobengröße.
Statistische MethodikAuswahl und Dokumentation geeigneter statistischer Tests, Regressionsmodelle und komplexer Analyseverfahren für den Prüfplan.
DatenmanagementFestlegung von Variablenstruktur, Kodierung, Plausibilitätsprüfungen sowie Definition einer validen Strategie für den Umgang mit fehlenden Werten (Missing Data).
AnalysepopulationenPräzise Definition von Full Analysis Set (FAS), Per-Protocol-Set (PPS) oder Safety Population gemäß internationalen Richtlinien.
ErgebnisplanungVorbereitung der statistischen Ergebnisstruktur (Schematabellen, Abbildungen) und Definition der Interpretationslogik für den Statistischen Analyseplan.
ProtokollprüfungUnabhängige Prüfung bereits vorhandener Studienprotokolle auf methodische, statistische und regulatorische Schwächen vor der Einreichung.
Statistische SoftwareBeratung zu und Umsetzung mit etablierten Tools wie R, SPSS, Stata oder SAS.

Unser Service bei der Erstellung von CIP- und Studienprotokollen fügt sich nahtlos in das spezialisierte Leistungsportfolio von Novustat ein. Neben der reinen Protokollplanung unterstützen wir Mediziner, Institute und Unternehmen der Pharmabranche auch in allen nachgelagerten Phasen: von komplexen Hypothesentests und Überlebenszeitanalysen (Kaplan-Meier, Cox-Regression) in der Medizin über die finale Datenauswertung bis hin zum professionellen Medical Writing für klinische Studien.

Mit Novustat sichern Sie die wissenschaftliche Qualität Ihrer klinischen Prüfung von der ersten Skizze bis zur finalen Publikation ab.

Brauchen Sie Hilfe?

Brauchen Sie Hilfe?

Gerne können Sie bei uns auch eine unverbindliche Beratung sowie einen kostenlosen Kostenvoranschlag erhalten. Wir beraten Sie gerne!


Jetzt unverbindlich anfragen

Zentrale Inhalte eines belastbaren Studienprotokolls

Ein valides Studienprotokoll schafft absolute Klarheit, bevor der erste Patient eingeschlossen oder der erste Datensatz erhoben wird. Es fungiert als Bindeglied zwischen wissenschaftlicher Zielsetzung, praktischer Durchführbarkeit und statistischer Auswertbarkeit.

Ein robustes CIP-Studienprotokoll stützt sich im Wesentlichen auf drei Säulen:

1. Präzise Fragestellung und Zielsetzung

Am Anfang jeder klinischen Prüfung steht die Forschungsfrage. Sie darf nicht vage bleiben, sondern muss exakt definieren, welche klinische Entscheidung die Studie am Ende ermöglichen soll. Typische Fragestellungen in der medizinischen Forschung sind:

  • Überlegenheit/Nicht-Unterlegenheit: Verbessert ein neues Medizinprodukt einen klinisch relevanten Parameter gegenüber der Standardversorgung?
  • Sicherheitsgrenzen: Erreicht eine therapeutische Intervention eine vordefinierte Leistungs- oder Sicherheitsgrenze?
  • Kausalität & Korrelation: Besteht ein statistischer Zusammenhang zwischen bestimmten Risikofaktoren und dem klinischen Outcome?
  • Diagnostische Validität: Ist ein neues diagnostisches Verfahren ausreichend sensitiv und spezifisch?
  • Prädiktion: Welche Faktoren beeinflussen das Überleben, die Komplikationsrate oder den langfristigen Therapieerfolg?

Aus dieser zentralen Fragestellung leiten wir im Rahmen der statistischen Beratung die präzisen Hypothesen, Endpunkte, das Design und die Analyseverfahren ab. So entsteht ein methodischer roter Faden.

2. Das passende Studiendesign wählen

Das gewählte Studiendesign entscheidet maßgeblich darüber, welche wissenschaftlichen Aussagen später zulässig sind. Je nach Zielsetzung und regulatorischem Kontext kommen unterschiedliche Ansätze infrage:

  • Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs): Der Goldstandard für den Kausalitätsnachweis.
  • Prospektive oder retrospektive Kohortenstudien: Zur Untersuchung von Verläufen und Risikofaktoren.
  • Nicht-interventionelle Studien (NIS) & Registerstudien: Für Real-World-Evidence (RWE).
  • Einarmige Studien & diagnostische Genauigkeitsstudien: Häufig bei Medizinprodukten im frühen Stadium.

Bei klinischen Prüfungen von Medizinprodukten müssen das Design, das Monitoring und die statistische Methodik besonders eng verzahnt sein. In Deutschland ist das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) für die Genehmigung klinischer Prüfungen nach der Medical Device Regulation (MDR) zuständig – ein methodisch schwaches Design führt hier schnell zur Ablehnung des Antrags.

3. Klinische Endpunkte und Zielgrößen definieren

Endpunkte bilden das biometrische Zentrum eines Studienprotokolls. Der primäre Endpunkt muss direkt die Hauptfragestellung beantworten und statistisch sauber auswertbar sein. Sekundäre Endpunkte ergänzen diese Aussage, dürfen das Gesamtergebnis jedoch nicht verwässern.

Typische Endpunkte in klinischen Projekten und Pharma-Studien sind:

  • Klinische Messwerte: Kontinuierliche Daten wie Blutdruck, Laborwerte, validierte Scores oder Funktionsparameter.
  • Ereignisendpunkte: Kategoriale Daten wie das Auftreten einer Komplikation, eines Rezidivs oder einer Hospitalisierung.
  • Zeit-bis-Ereignis-Endpunkte (Time-to-Event): Wie das progressionsfreie Überleben (PFS) oder das Gesamtüberleben (OS).
  • Diagnostische Kennwerte: Sensitivität, Spezifität oder die Fläche unter der Kurve (ROC-AUC).
  • Patient-Reported Outcomes (PROs): Lebensqualität und subjektives Patientenempfinden.
  • Sicherheits- und Leistungsparameter: Unerwünschte Ereignisse (AEs) und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SAEs).

Novustat unterstützt Sie dabei, diese Endpunkte messbar, statistisch valide und klinisch interpretierbar zu formulieren. Dies sichert eine reibungslose Kommunikation zwischen Sponsoren, Prüfärzten und den regulatorischen Behörden.

Statistik im CIP: Fallzahl, Endpunkte und Analyseplan

Der biometrische Teil eines Clinical Investigation Plan (CIP) entscheidet maßgeblich über die wissenschaftliche Aussagekraft und die regulatorische Akzeptanz der gesamten Studie. Er darf keinesfalls erst nach der Datenerhebung entstehen. Wer die Statistik im Studienprotokoll frühzeitig und präzise plant, minimiert Interpretationsprobleme, vermeidet kostspielige Nacharbeiten und sichert robuste, behördlich anerkannte Ergebnisse. Ein valides biometrisches Konzept basiert auf drei unverzichtbaren Bausteinen:

1. Die fundierte Fallzahlplanung (Stichprobenberechnung)

Die Fallzahlplanung (Power-Analyse) beantwortet die essenzielle Frage, wie viele Teilnehmer, Fälle oder Messungen mathematisch notwendig sind, um die Hauptfragestellung mit ausreichender statistischer Sicherheit zu untersuchen. Eine exakte Stichprobenberechnung stützt sich auf präzise Annahmen zu folgenden Parametern:

  • Primärer Endpunkt & Statistische Hauptanalyse: Welches Skalenniveau liegt vor und welches Testverfahren wird angewendet?
  • Null- und Alternativhypothese: Was genau soll statistisch bewiesen werden?
  • Erwartete Effektgröße & Streuung: Wie groß ist der vermutete Unterschied und wie hoch ist die Varianz (Standardabweichung oder Ereignisrate) in der Population?
  • Alpha-Niveau (Signifikanzniveau): Meist standardmäßig auf 5 % festgelegt.
  • Gewünschte Power (Teststärke): In der Regel werden 80 % oder 90 % angestrebt, um einen tatsächlich vorhandenen Effekt auch nachweisen zu können.
  • Drop-out-Quote: Ein kalkulierter Puffer für vorzeitige Studienabbrecher, um die finale Zielstichprobe nicht zu gefährden.

Wichtig bei Pilotstudien: Bei explorativen Studien kann die Fallzahlplanung anders aufgebaut sein als bei konfirmatorischen Studien. Doch auch hier verlangen Ethikkommissionen und Behörden eine transparente, logische Begründung für die gewählte Stichprobengröße.

2. Der Statistische Analyseplan (SAP )und das Studienprotokoll

Nicht jedes Forschungsprojekt benötigt von Beginn an einen separat ausformulierten, 50-seitigen Statistical Analysis Plan (SAP). Dennoch muss das Studienprotokoll die statistische Hauptlogik bereits unmissverständlich festlegen.

Besonders seit der Einführung des Addendums ICH E9(R1) liegt der Fokus der Behörden auf klaren Studienzielen, sogenannten Estimands (dem präzisen klinischen Fragestellungs-Objekt) und umfassenden Sensitivitätsanalysen. Diese Logik ist unverzichtbar, wenn Intercurrent Events (Störereignisse wie Therapieabbrüche, Behandlungswechsel oder die Einnahme von Notfallmedikamenten) auftreten.

Ein belastbarer Statistikabschnitt im CIP klärt vorab:

  • Analysemodell: Welches statistische Modell (z. B. ANOVA, gemischte Modelle/MMRM, logistische Regression) passt zum Endpunkt?
  • Kovariaten: Welche Störfaktoren oder Ausgangswerte (Baseline-Variablen) müssen statistisch kontrolliert werden?
  • Missing Data Strategie: Wie wird mathematisch mit fehlenden Werten umgangen (z. B. Multiple Imputation, Mixed Models)?
  • Multiplizitätskontrolle: Wie wird das Alpha-Niveau bei multiplen Tests oder Zwischenanalysen geschützt (z. B. Bonferroni, Holms-Verfahren)?
  • Analysepopulationen: Werden die Daten als Intention-to-Treat (ITT/FAS) oder Per-Protocol (PP) ausgewertet?

3. Datenmanagement und Qualitätssicherung (GCP-Konformität)

Ohne ein strukturiertes Datenmanagement verliert selbst das beste methodische Design an Wert. Das Studienprotokoll muss präzise beschreiben, wie die klinischen Daten erhoben, geprüft, kodiert und für die statistische Auswertung vorbereitet werden. Eine professionelle Datenmanagement-Planung regelt:

  • Datenintegrität: Festlegung von Variablendefinitionen, Datenformaten und automatisierten Plausibilitätsregeln (Range-Checks).
  • Qualitätssicherung: Etablierung von Query-Prozessen bei unklaren Dateneinträgen und Durchführung der Source Data Verification (SDV).
  • Regulatorische Sicherheit: Einhaltung von Datenschutzrichtlinien, Audit-Trails (lückenlose Nachvollziehbarkeit von Datenänderungen) und die saubere Führung der Studienakte (Trial Master File).

Die Good Clinical Practice (GCP) nach ICH E6 definiert hier den internationalen Goldstandard. Sie verbindet den kompromisslosen Schutz der Studienteilnehmer mit absoluter Datenintegrität. Novustat unterstützt Sie dabei, diese Symbiose aus Ethik, Methodik und Datenqualität perfekt in Ihrem CIP zu verankern.

Für wen eignet sich die Beratung durch Novustat?

Unsere Unterstützung richtet sich an Akteure im Gesundheitswesen, in der Forschung und in der Industrie, die ihr Studienprotokoll oder ihr CIP auf ein professionelles, statistisch unanfechtbares Fundament stellen möchten. Da die Anforderungen je nach Sektor stark variieren, bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für drei zentrale Zielgruppen:

1. Unternehmen und Hersteller von Medizinprodukten (MedTech & Pharma)

Für Industrie-Kunden stehen regulatorische Konformität, strategische Produktentwicklung, klinische Bewertungen (Clinical Evaluation) und ein schneller Marktzugang (Market Access) im Vordergrund. Ein methodisch fehlerfreies CIP ist die halbe Miete für ein erfolgreiches Audit und eine reibungslose CE-Zertifizierung.

Wir unterstützen Medizintechnik- und Pharmaunternehmen gezielt bei:

  • Klinischen Prüfungen gemäß Medical Device Regulation (MDR).
  • PMCF-Studien (Post-Market Clinical Follow-up) und entsprechenden Forschungsfragen zur Überwachung nach dem Marktstart.
  • Der Definition valider Leistungs- und Sicherheitsendpunkte für Ihr Medizinprodukt.
  • Der Fallzahlplanung, um gegenüber Benannten Stellen (Notified Bodies) ausreichende klinische Evidenz nachzuweisen.
  • Dem Aufbau einer sauberen Datenstruktur für spätere klinische Berichte (Clinical Investigation Reports).

2. Forscher, Kliniken und universitäre Studiengruppen

Klinische Forscher und Arbeitsgruppen benötigen eine methodisch stringente Studienplanung, die den strengen Kriterien von Fördergelder-Gebern (Drittmittelanträge), Ethikvoten und den Peer-Review-Prozessen hochrangiger Fachjournals standhält.

Novustat unterstützt Sie bei der Planung von:

  • Klinischen Forschungsprojekten und Investigator-Initiated Trials (IITs).
  • Registerstudien und der methodischen Aufbereitung von Routinedaten (Real-World Data).
  • Komplexen statistischen Verfahren wie Überlebenszeitanalysen (Survival Analysis) und multivariaten Regressionsmodellen im Prüfplan.
  • Prospektiven und retrospektiven Studiendesigns inklusive präziser biometrischer Protokollierung.

3. Studierende, Doktoranden und Promovierende (Medizinische Promotion)

Auch akademische Qualifikationsarbeiten im klinischen Bereich erfordern von Beginn an ein klares, methodisches Konzept. Das gilt ganz besonders für die medizinische Doktorarbeit (Dr. med.), Masterarbeiten oder Bachelorarbeiten, die mit sensiblen Patientendaten, Laborwerten oder komplexen Fragebögen arbeiten.

Wir begleiten den akademischen Nachwuchs bei:

  • Der präzisen Formulierung der Forschungsfrage und der statistischen Hypothesenbildung.
  • Der Auswahl der exakt passenden statistischen Testverfahren für den Methodenteil.
  • Der Durchführung einer fundierten Fallzahl- oder Poweranalyse für den Ethikantrag.
  • Der logischen Strukturierung des Methodenteils im Exposé oder Protokoll.

Hinter Novustat steht ein starker, interdisziplinärer Experten-Pool von über 80 akademischen Statistikern, Biometrikern, Mathematikerinnen und Daten-Experten. Diese gebündelte Fachkompetenz ermöglicht es uns, für jedes medizinische Fachgebiet und jede regulatorische Fragestellung den exakt passenden Spezialisten bereitzustellen.

Egal ob Großkonzern, mittelständischer Hersteller, Klinik-Studiengruppe oder einzelner Promovierender: Wir bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Statistik-Beratung, die exakt zu Ihrem Budget und Ihren wissenschaftlichen Zielen passt. Sichern Sie Ihr Studienprotokoll jetzt methodisch ab und kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

  • Google Rating

    • Avatar D. B. ★★★★★ vor 6 Monaten
      Ich habe ausschließlich positive Erfahrungen mit Novustat gemacht. Angefangen mit einer freundlichen Erstberatung erfolgte … Mehr im gesamten Prozess eine kompetente Betreuung meines Anliegens. Selbst auf kurzfristige Änderungen wurde schnell reagiert. Generell ist die Erreichbarkeit besonders hervorzuheben, da mein Ansprechpartner teilweise wenige Minuten nach Kontaktaufnahme auf meine Fragen geantwortet hat. Das Projekt konnte zu meiner vollen Zufriedenheit abgeschlossen werden. Dementsprechend ist Novustat eine klare Empfehlung meinerseits!
    • Avatar Martina Braun ★★★★★ vor einem Monat
      Meine Auswertungsdaten habe ich recht spontan erhalten und bin umso dankbarer, dass die Novustat Statistik-Beratung so kurzfristig … Mehr übernommen hat! Alle meine Zusatzfragen und -analysen wurden zu meiner Zufriedenheit geklärt und auch für Nachfragen & Erklärungen wurde sich viel Zeit genommen. So ist für mich alles verständlich und nachvollziehbar und ich bin sehr dankbar für ihre Flexibilität und Auswertung!
    • Avatar M E ★★★★★ vor 7 Monaten
      Wirklich schnelle und professionelle Hilfe. Sofort nach Anfrage wurde mir weitergeholfen, sodass keine Zeit verloren ging … Mehr und ich konnte mich jederzeit mit Fragen an meinen Bearbeiter wenden und kurzfristig Gesprächstermine ausmachen. Sehr zu empfehlen!

  • Ablauf der Zusammenarbeit

    Unsere Zusammenarbeit richtet sich flexibel nach dem aktuellen Stand Ihres Projekts. Manche Kunden kontaktieren uns mit einer ersten wissenschaftlichen Idee, andere legen uns ein nahezu fertiges CIP zur biometrischen Validierung vor, und wieder andere benötigen punktuelle Unterstützung bei der Fallzahlplanung.

    Unser bewährter Workflow gliedert sich in fünf transparente Phasen:

    Schritt 1: Unverbindliche Anfrage & Erstgespräch

    Sie nehmen Kontakt mit uns auf und übermitteln uns Ihre Forschungsfrage sowie – sofern bereits vorhanden – erste Unterlagen. Das können eine grobe Studienskizze, ein Exposé, ein Entwurf des Ethikantrags, Produktbeschreibungen Ihres Medizinprodukts oder die Vorgaben Ihrer Hochschule sein. Wir sichten Ihre Daten absolut vertraulich.

    Schritt 2: Methodische & biometrische Prüfung

    Unsere Biometrie- und Statistik-Experten prüfen Ihr Vorhaben auf Herz und Nieren. Wir analysieren, welche methodischen und regulatorischen Anforderungen für Sie relevant sind und identifizieren potenzielle Schwachstellen in den Bereichen Studiendesign, Endpunktdefinition und geplante Auswertung.

    Schritt 3: Maßgeschneidertes Angebot

    Sie erhalten von uns eine fundierte Einschätzung sowie ein transparentes, auf Ihren Bedarf zugeschnittenes Angebot. Wir definieren exakt, welche Unterstützung sinnvoll ist – sei es das Verfassen einzelner Protokollabschnitte, ein umfassendes Review des gesamten Prüfplans oder eine fortlaufende statistische Beratung.

    Schritt 4: Professionelle Ausarbeitung & Validierung

    Nach Ihrer Freigabe starten unsere Spezialisten mit der Arbeit. Wir erstellen, überarbeiten oder validieren die statistisch-methodischen Kapitel Ihres Studienprotokolls. Dabei achten wir strikt auf regulatorische Konformität (MDR, ISO 14155, GCP), mathematische Präzision und eine exzellente, publikationsreife Formulierung.

    Schritt 5 (Optional): Nahtlose Begleitung bis zur Datenauswertung

    Ein großer Vorteil für Ihr Projekt: Nach dem erfolgreichen Abschluss der Planungsphase und der anschließenden Datenerhebung lässt Novustat Sie nicht allein. Wir unterstützen Sie auf Wunsch auch bei der statistischen Datenanalyse, der grafischen Ergebnisdarstellung und der medizinischen Interpretation. So bleibt Ihre klinische Prüfung von der ersten Hypothese im CIP bis zum finalen Studienbericht methodisch aus einem Guss.

    Ein methodisch schwaches Studienprotokoll ist das größte Risiko für das Scheitern einer klinischen Prüfung – sei es durch die Ablehnung der Ethikkommission, regulatorische Hürden des BfArM oder unvollständige Daten am Ende der Laufzeit. Eine frühzeitige, professionelle statistische Beratung für Ihr CIP sichert Ihre Investition, spart wertvolle Zeit und garantiert wissenschaftlich valide Ergebnisse.

    Gehen Sie bei Ihrer klinischen Studie keine Kompromisse ein. Kontaktieren Sie das Novustat-Team noch heute für eine unverbindliche Erstberatung und lassen Sie uns gemeinsam das methodische Fundament für Ihre erfolgreiche Forschung legen.

    Ihre Vorteile mit Novustat

    Ein professionelles Studienprotokoll ist kein Formaldokument. Es ist die methodische Grundlage Ihrer gesamten Studie.

    Mit Novustat profitieren Sie von:

    • individueller statistischer Beratung statt Standardvorlage,
    • Erfahrung mit medizinischen und klinischen Fragestellungen,
    • Unterstützung für Unternehmen, Forschungsteams und Studierende,
    • sauberer Verbindung von Studiendesign, Fallzahl und Analyse,
    • klarer Dokumentation statistischer Entscheidungen,
    • Unterstützung mit SPSS, R, Stata, SAS und weiteren Tools,
    • flexibler Zusammenarbeit je nach Projektphase,
    • verständlicher Kommunikation auch bei komplexen Methoden.

    Gerade im Bereich Medizin, Pharma, Medizintechnik und klinische Forschung zählt methodische Präzision. Ein sauber geplantes CIP reduziert Risiken, stärkt die wissenschaftliche Aussagekraft und erleichtert spätere Auswertung, Berichtserstellung und Interpretation.

    Brauchen Sie Hilfe?

    Brauchen Sie Hilfe?

    Gerne können Sie bei uns auch eine unverbindliche Beratung sowie einen kostenlosen Kostenvoranschlag erhalten. Wir beraten Sie gerne!


    Jetzt unverbindlich anfragen

    FAQ zum CIP-Studienprotokoll